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Feb 16

Eine Woche campen in Dänemark ll

Teil zwei der Dänemark Reise steht unter dem Motto: Von der Fjordsee zur Nordsee. Eine Geschichte von wandernden Dünen und Wikingern.

Tag 4: Wenn Ostsee und Nordsee sich treffen

Unser erstes Ausflugsziel an diesem Tag war Skagen bzw. Grenen. Der nördlichste Punkt des Festlandes, an dem Ost- und Nordsee aufeinander treffen. Leider war die Sonne verschwunden und dicke dunkle Wolken nahmen ihren Platz ein. Als wir ankamen war der Parkplatz schon ziemlich voll. Wir entdeckten einige andere deutsche Autos, als wir die Parkuhr fütterten. Doch bevor es losgehen konnte, brauchte Cookie erstmal einen Kaffee. Nur gut, dass es direkt am Parkplatz ein Café gibt. Das beste daran war das maritim gestaltete Bad 😂 Der Cheesecake war es nicht würdig Cheesecake genannt zu werden. Er war… irgendwas anderes 🤔

Skagen/Grenen – wenn die Ostsee auf die Nordsee trifft

Oh guckt, da im Bunker war sogar noch ein Zimmer für uns frei. für alle, die es mit Himmelsrichtungen nicht so haben, die Ostsee ist das wilde grüne, die Nordsee war viel ruhiger und blauer. Der Unterschied war faszinierend. Früher war Skagen ein unglaublich wichtiger Ort für die Dänen. Denn wenn es feindliche Schiffe schafften, das Riff zu passieren, dann konnten sie durch die Ostsee bis nach Kopenhagen gelangen. Als 1807 die Engländer angriffen, wurden die so wichtigen Leuchtturmfeuer gelöscht, viele Schiffe strandeten zur Freude der Einwohner, die sich die Bergung gut bezahlen ließen.

Ganz oben angekommen, muss man sich anstellen

Wir liefen an der Ostseeseite hinauf, die Füße im Wasser. Wer nicht laufen will, der kann auch für einige Kronen den Strandbus nehmen. Kurz bevor wir ganz oben ankamen, fiel Cookie auf, dass sie ihre Schuhe verloren hatte. Hoffentlich nicht im Wasser. Auch wir machten das typische „einen Fuß in der Ostsee, einen Fuß in der Nordsee“ – Bild. Jedoch stimmt das eigentlich nicht, tatsächlich steht man immer noch in der Ostsee, die beiden treffen sich erst weiter hinten.

Dank der verlorenen Schuhe musste der Plan an der Nordsee zurück zu laufen leider wegfallen. Doch zum Glück fanden sich die Treter neben einer Düne wieder. Beim hochklettern müssen sie sich wohl von der Tasche gelöst haben. Barfuß zurückfahren wäre etwas blöd gewesen. Im Souvenirshop holten wir noch einige Postkarten und hui sind Briefmarken in Dänemark teuer. Das nächste Mal schreib ich weniger Leuten oder verschick die Karten erst in Deutschland.

Es waren viele Leute unterwegs, bei tollem Wetter wahrscheinlich noch mehr. Aber allein die unterschiedlichen Meere zu sehen fand ich schon sehr cool. Ich hätte gedacht, dass die Nordsee wilder ist. Schreibt es ruhig auf eure Dänemark-To-Do Liste 🙂

Im Örtchen Skagen wollten wir dann etwas zu Mittag essen. Doch die Restaurants in der Fußgängerzone sagten uns leider nicht zu. Auf Pizza, vor allem zu diesen Preisen, hatten wir keine Lust. Also gab es nur einen Hot Dog. Im Supermarkt nahmen wir ein Ciabatta Brot und eine Salami mit. In der Not wird der Teufel erfinderisch.

Råbjerg Mile

Etwa eine dreiviertel Stunde Autofahrt von Skagen entfernt, liegt die sogenannte Dänische Sahara. Råbjerg Mile ist die größte Wanderdüne in ganz Dänemark. Der Wind bewegt den Sand gen Osten. Jährlich wandert die Düne dadurch 8-15 Meter. Über ein auf und ab von Sandbergen geht es auf den großen Berg. Das sieht leichter aus, als es ist. Der Sand war ganz schön weich. Von Oben hatte man einen guten Blick über das umliegende Gebiet, sogar das Meer konnte man erkennen. Sooo viel Sand und ich hatte mein Sandspielzeug im Auto vergessen. Na toll.

Rubjergs Knude

Etwa eine Stunde Fahrt später stehen wir auf einem von Kühen umgebenen Parkplatz. Es ist faszinierend, man geht den Weg entlang und sieht nichts, doch plötzlich ragt da schon wieder so eine Wüste vor einem hervor. Auch Rubjergs Knude ist eine Wanderdüne. Man sagt, dass der Leuchtturm irgendwann ganz verschwunden sein wird. In ca. 10 Jahren hat sich der Sand so weit bewegt, dass der Turm einfach ins Meer stürzen wird 🙁 Die umliegenden Häuser sind schon weg. Aus Sicherheitsgründen hat man die Dächer bereits entfernt. Nur zahlreiche Kabel und unzählige Ziegelsteine mit deinen Touristen ihren Namen in den Sand geschrieben haben, erinnern  heute noch daran.

Das waren einmal die Häuser…

Nachdem wir an diesem Tag bereits einen Sandberg erklommen haben, sind die Beine schwer. Erneut durch den weichen Boden zu stapfen kostet Überwindung. Doch die Aussicht ist auch hier faszinierend. Ich wage mich sogar auf den Leuchtturm hinauf. In seinen letzten Lebensjahren wurde er noch einmal begehbar gemacht. Sämtliche Versuche der Düne Einhalt zu gebieten sind gescheitert und so lässt man nun der Natur freien Lauf.

Früher gab es da unten keinen Strand, nun sieht man, wie die Düne wandert. Beide Dünen werden wahrscheinlich in 100-200 Jahren auf der anderen Seite in der Ostsee verschwinden. Am Berg steht eine kleine Picknickbank, auf der wir die Salami und das Brot verputzen. Es fängt an zu tröpfeln, die Beine sind schwer. Zeit zurück zum Campingplatz zu fahren.

Was uns in Dänemark auffällt, sind die Stände am Straßenrand. Anfang Juni gibt es vor allem Erdbeeren und Kartoffeln. Auf der Heimfahrt halten wir kurz an, der Eigentümer kommt vorbei und wir zahlen ihm fast 4 Euro für eine Schale Erdbeeren. Dafür waren sie super lecker. Es regnet, als wir wieder am Zelt ankommen. Und ein paar Runden Uno später wird es Zeit zu schlafen.

Tag 5: Wikingercenter Fyrkat

Die ganze Nacht hatte es durchgeregnet, es war ein Wunder, dass unser Zelt noch nicht in den Fjord gespült wurde. Doch der Rasen nahm das Wasser außergewöhnlich gut auf, es bildeten sich kaum Pfützen. Frühstück gab es deshalb improvisiert im Auto, wo ein Wille, da ein  Weg 😀 Anschließend machten wir uns auf den Weg nach Frykat, etwa eine Stunde südlich von Aalborg. Hier wurde ein Wikinger Dorf nachgebaut. Von April bis Oktober erhält man hier für 75 Kronen einen Einblick ins Wikingerleben.

Wir durften unsere eigenen kleinen Brotfladen kneten und Cookie hielt das Ganze über das heiße Feuer. Lecker! An der Kasse konnte man sich für wenige Kronen ein Rezeptbuch mitnehmen. Da es immer noch tröpfelte hielten sich die „Wikinger“ zumeist in den Häusern auf. Besonders lustig fand ich den „Kuchengarten“. Der eigentlich ein Kräutergarten war. Beeindruckend, wie klein manche Häuser und Hütten waren. Wirklich viel gab es jedoch nicht zu sehen.

Auf dem Spielplatz direkt am Dorf lernten wir alles über die nordischen Götter. Am Anfang waren wir verwirrt, wer ist jetzt hier die Frau? Der eine Gott war plötzlich Mutter und Vater… Aber zum Schluss klärte sich alles auf, wir hatten einfach auf der falschen Seite angefangen zu lesen.

Einen Kilometer gerade aus fand man die Burg Fyrkat und das nachgebaute Wikinger Haus. Während man in dem Langhaus unten lebte, waren oben die Schlafplätze. So viele Leute die in einem Haus gelebt haben, schwer vorzustellen. Die Besichtigung war im Preis inklusive, aber dort hat auch keiner das Ticket kontrolliert. Määäh. Auch einige freundliche Schafe grasten auf dem Burgwall.

Von den komischen gelben und halb gelben Kennzeichen habe ich euch ja schon im ersten Teil berichtet. Doch auf dem Weg zum Limfjord fielen uns nochmal andere Kennzeichen auf. Sie waren schwarz. Der erste begegnete uns auf der Autobahn, doch plötzlich wurden es immer mehr. Mal hier ein Auto, mal da… Was es damit wohl auf sich hatte?

Robben oder nicht, das ist hier die Frage

Unser Nächster Stop war irgendwo im Nirgendwo. Dort am Fjord sollte man mit Glück Robben sehen können. Die direkten Touren starteten leider erst ab Juli. Gerade angekommen, begann es in Strömen zu gießen. Wir warteten im Auto und schrieben derweil die Postkarten. Nach etwa einer Stunde klarte es endlich auf, doch von Robben weit und breit keine Sicht. Schade.

Also fuhren wir weiter in nächste Örtchen, nach Skive. Wir waren auf der Suche nach etwas essbarem und einer Toilette, doch das stellte sich als schwierig heraus. Es gab zwei Eisdielen, aber sonst nur andere Läden. Gerade, als wir uns auf den etwas weiteren Weg zum goldenen M machen wollten, entdeckten wir Café Helmuth. Das klang lustig, also auf hin da. Das Café ist etwas rustikal eingerichtet und es dauerte gefühlt ewig, bis wir bedient wurden, obwohl es relativ leer war.

Auf dem Rückweg zum Auto wollte ich noch eine Postkarte von Skive haben, ich hatte Glück, denn um Punkt 17:30 Uhr werden die Bordsteine hochgeklappt, die normalen Läden wollten schließen. Wie lange arbeiten die Dänen denn so? Wann gehen sie shoppen? Sehr komisch. Doch 17:28 Uhr, drückte ich dem netten Buchhändler 4 Kronen in die Hand und hatte meine Karte.

Tag 6: Auf nach Blåvand

Auch in der folgenden Nacht regnete es unaufhörlich. Doch es wurde Zeit die Zelte im Norden abzubrechen. Trotz Imprägnierspray war das Zelt an der Innenseite leicht feucht. Kein gutes Zeichen. Notgedrungen packten wir es so gut wie möglich zusammen.

Die nette Platzinhaberin meinte aufmunternd: Wir hätten doch nur 24 Liter/m² gehabt, der Platz in der Nähe hatte 124 Liter/m². Na dann… 😀

Unsere Reise führte uns nach Blåvand, einem Ort im Süden an der Nordsee. Leider ist die Gegend bei deutschen Urlaubern sehr beliebt. Das sah man auch auf der Fahrt. Der halbe Norden Deutschlands kam uns entgegen 😀 Unser Platz hatte super Bewertungen und wurde unter anderem vom ADAC Campingführer ausgezeichnet. Dementsprechend waren die Preise hier auch höher, als auf den anderen Plätzen.

Es gab kleine quadratische Zellen, auf denen man Zelten konnte. Nebenan parkten aber auch Wohnwagen. Ich muss ehrlich sagen, der vorherige Platz war gemütlicher. Doch das Wichtigste war: Sonne! ☀☀☀Da bist du ja wieder. Als erstes legten wir das Zelt zum trocknen. Währenddessen packten wir die Stühle aus und loggten uns im Wlan ein. An den Waschhäusern war es am besten, aber auch an unserem Platz funktionierte es meistens.

Nach dem üblichen Nachrichtencheck und den Instagram Herzen, googelten wir die wichtigen Fragen des Tages: Was waren das für Kennzeichen? Es ist relativ simpel

weiß: Privatfahrzeug, gelb: Dienstwagen weiß-gelb: sogenanntes Papageienkennzeichen privat und dienstlich genutztes Fahrzeug und schwarz: Regierung, in unserem Fall wohl Militärfahrzeuge

Hallo Nordsee

Während das Zelt noch weiter trocknete wollten wir endlich wieder Strand unter den Füßen spüren. Als Kind aus dem Osten war ich bisher auch immer nur an der Ostsee. Ebbe und Flut kannte ich bisher nur aus Geschichten. Doch auch die Nordsee war wunderschön. In der Ferne tuckerten ein paar Schiffe am Horizont entlang und trotz der vielen Menschen auf dem Platz, war es am Strand fast leer.

Nachdem die Füße eine Weile ins Wasser gehalten und dem Meerrauschen gelauscht haben, statten wir dem kleinen Supermarkt direkt am Campingplatz einen Besuch ab. Dort gab es alles, was man so auf die Schnelle gebrauchen könnte, von der Sonnecreme bis zur Tiefkühlpizza. Das Zelt war inzwischen trocken und bereit wieder aufgestellt zu werden.

Wir hatten ein paar Eier und eine Packung Milch geholt, zum Abendessen gab es also leckere Eierkuchen/Pfannkuchen, wie auch immer ihr sie nennt, aus dem Campingkocher. Ja das geht, wenn man die Pfanne dabei hat. Man muss sich allerdings mit dem Umdrehen beeilen, sonst heißt es „Ich hab da einen mit ner dunklen Seite.“

Als kleinen Verdauungsspaziergang wollten wir in Richtung Leuchtturm laufen, während die Sonne langsam unter ging. Dabei erlebte ich die Ebbe, während der erste Teil des Steges beim Hinweg noch vom Wasser umspült wurde, war es auf dem Heimweg weg.

Maultier Bunker in Blåvand

Als wir dem Leuchtturm immer näher kamen, sahen wir diese komischen Pferde. Als man näher kam, sah man, dass es in Wirklichkeit Bunker waren. Diese sollten dem Schutz vor den Briten dienen, wurden 1945 nach Kriegsende jedoch nicht mehr in Betrieb genommen. Zum 50. Jahrestag der Befreiung Dänemark schuf ein Künstler diese Maultier Bunker. Dabei wählte man bewusst Maultiere, da diese unfruchtbar sind. Als Zeichen, dass sich die Bunker nicht vermehren sollen. Zudem blicken die Tiere in Richtung Meer, das Unheil das der Krieg über das Land gebracht hat, zieht ab.

Auf dem Weg am Strand entlang, begegneten uns auch einige tolle Sandburgen. Ich hab jedoch gelesen, dass Dänen Sandburgen nicht mögen, da sie „typisch deutsch“ sind. Die Deutschen wollen überall ihre Burg errichten. Passend dazu haben wir in der ganzen Woche bisher nicht eine Sandburg gesehen, erst dort, wo viele Deutsche sind 😀

Der Weg zum Leuchtturm war uns dann doch zu weit. So dass wir auf dem Steg auf den Sonnenuntergang warteten.

Tag 7: Wikingercenter Ribe

Schon wieder die Wikinger, die sind hier aber auch überall. Aber diesmal haben sie nicht nur einen kleinen Bauernhof, sondern gleich ein ganzes Dorf gebaut. Der Eintritt ist ziemlich happig: 120 Kronen, knapp 17 Euro zahlt man als Erwachsener. Dafür bekommt man hier auch wesentlich mehr geboten, als in dem anderen Wikingercenter. Direkt hinter dem Eingang sehen wir zwei Wikinger an einem Tisch sitzen und arbeiten. Auf der anderen Seite ist die Farm. Familie Schwein hat gerade Nachwuchs bekommen und die kleinen Ferkel wälzen sich im Dreck. Schweren Herzens lösen wir uns von ihnen, die Pferde nebenan haben uns schon komisch beäugt. In einem Langhaus sind Frauen gerade dabei zu kochen und den Tisch zu decken, man fühlt sich ein wenig, als würde man stören.

Auf der anderen Seite ist der Garten, zwei Männer zupfen akribisch Unkraut, während einige Kühe rings herum grasen. Wir gehen weiter und treffen auf die Kämpfer. Wenige Zeit später findet ein Wettkampf zwischen drei Wikingern und drei Kindern statt, die lernen mit Schwert und Schild umzugehen. Ein Stück weiter ist der Schmied gerade nicht Zuhause, dafür können wir die Schreiner bei der Arbeit beobachten. Sie haben anscheind auch gefallen an den kleinen Schweinchen gefunden. Der Weg führt anschließend zum Markt der Stadt. Als wir dort waren, war der Markt gerade noch im Bau. Auf der einen Seite führt ein Weg zur heutigen Zeit, ein Café wartet darauf, dass man noch ein paar Kronen da lässt. Wir nutzen die Pause, ehe wir nochmal durch das Dorf schlendern. Die Mädels des Dorfen bereiten sich gerade auf einen Ausritt vor.

Der Ausflug ins Wikingercenter Ribe ist definitiv nicht günstig, in meinen Augen lohnt sich der Besuch hier aber eher, als der in Fyrkat. Vor allem Kinder werden von der Wikinger Welt fasziniert sein. Wenn sie damit weiter an dem tollen Dorf bauen, finde ich das Geld gut angelegt. Es sind viele nette Wikinger unterwegs, so dass man auch einen Einblick in das Leben damals bekommt.

Ribe ist die älteste Stadt des Landes und hatte im Mittelalter den wichtigsten Hafen Dänemarks. Zu Fuß machten wir uns auf den Weg in die Innenstadt. Von einem großen Parkplatz in der Mitte der Stadt brauchten wir etwa 10 Minuten. Ähnlich wie in Aalborg gab es viele kleine niedliche Häuser. Heute ist kaum vorstellbar, was an diesem kleinen Hafen so wichtig gewesen sein soll. Bei uns wäre das ein kleines Flussärmchen.

Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt gehört der bunte Dom. In der Stadt herrschte geschäftiges Treiben, doch wirklich viel zu sehen gab es nicht mehr. Wir gönnten uns am Hafen ein leckeres Eis, ehe es weiter ging, denn unser nächstes Ziel lag etwa 1 1/2h entfernt.

Das Sandburgenfestival in Sondervig

Zufällig hatte ich auf Google Maps ein Bild vom Sandburgenfestival gesehen und so wanderte es auf unsere Liste. Für 50 Kronen können wir uns die Meisterwerke ansehen. Der Platz ist quadratisch aufgebaut, an zwei Außenwänden steht die Sandmauer und auch in der Mitte finden sich einige Kunstwerke. Die Bilder sind wirklich toll geworden, von den Affen bis zur Savanne. Mein Highlight waren die Schildkröten. Die kleinen Tiere muss man erst einmal im Sand modellieren!

Die einzelnen Arbeiten waren wirklich super. Ich war beeindruckt, wie detailliert man die Bilder gestalten kann. Jedoch hatte ich vorher etwas mehr Gesamtfläche erwartet, dachte auf der Rückseite geht es noch weiter, so waren wir relativ schnell fertig. Trotzdem finde ich, dass sich das Geld gelohnt hat.

Auf dem Weg zu unserem Zelt statteten wir dem Blåvand Fyr einen Besuch ab. Am vorherigen Abend hatten wir ihn nur aus der Ferne gesehen, diesmal fuhren wir mit dem Auto hin. Ein schöner Leuchtturm. Ich liebe die Dinger einfach <3

Am Abend gönnten wir uns Pizza. Auf dem Campingplatz gab es neben Supermarkt, Schwimmbad und Restaurant nämlich auch eine Pizzeria. Während ich noch auf die Zubereitung wartete, kam ein deutscher Herr mittleren Alters mit seinem Kind hinein und bestellte auf Deutsch. Es war sooo typisch. Der Deutsche fährt in den Urlaub und erwartet, dass alle sich um ihn kümmern, kein Wunder, dass dieser Platz so beliebt ist. Der Pizzabäcker hat trotzdem um eine Bestellung auf Englisch gebeten.

Mit den Pizzen machten wir uns auf den Weg zum Strand, um den letzten Abend in diesem tollen Land ausklingen zu lassen.

Tag 8: Annies Kiosk

Schweren Herzens hieß es am Samstag Morgen Abschied nehmen und das Auto halbwegs vernünftig zu packen. Auf dem Heimweg steuerten wir noch einmal einen Bilka an. Dabei kam Cookie die Idee das Zelt zu reklamieren, schließlich war es innen leicht feucht gewesen und das hätte nicht passieren dürfen. Der nette Mitarbeiter an der Information nahm nach kurzer Rücksprache das Zelt komplett zurück und wir bekamen den Preis erstattet. Wie praktisch.

Kurz hinter der deutschen Grenze unweit von Flensburg befindet sich Annies Kiosk, ich hatte darüber gelesen, deshalb machten auch wir dort einen kurzen Stop und holten uns einen Hotdog. Ganz ehrlich, den Ausflug kann man sich auch getrost sparen, wenn man kein Hotdog Liebhaber ist.

Das war es dann auch leider von unserer tollen Reise. Dänemark, ich komme gerne wieder.

Die Enten gab es diesmal im Viererpack, Schmelle, Mats, Benni und Steve hatten auch viel Spaß in Dänemark, auch ihre Freunde Krümel und Elmo waren dabei:

Die Campingplätze:

Fjordlyst Camping in Aabenraa

Der Platz war sehr einfach zu finden, ich hatte das Gefühl man fuhr von Flensburg einfach nur gerade aus und irgendwann links, kurz rechts und schon war man da. Es gibt zwei Wiesen, auf denen man sein Zelt aufbauen konnte, wir entschieden und für die hintere, da sie mehr Ruhe versprach. Der Preis war mit Rund 10 Euro/Nacht pro Person absolut okay. Vom Zeltplatz lief man gerade mal zwei Minuten zum Bad und der Küche. Zu Fuß war man in 5 Minuten unten am Wasser, wobei ich es da nicht so toll fand.

Lage: ⭐⭐

Preis/Leistung: ⭐⭐⭐⭐

Sauberkeit: ⭐⭐⭐⭐


Frydenstrand Camping (Nähe Aalborg)

Diese Platz ist im Grunde genommen mein Geheimtipp, mit dem Auto etwa 10 Minuten von der Stadt entfernt und wunderschön. Einer der wenigen Campingplätze in Dänemark, die direkt am Wasser liegen. Leider hatten wir dadurch das Problem mit dem Wind… Aber ansonsten… die Hütte war auch sehr schön und gemütlich, die Umgebung war toll, man konnte den Limfjord, Skagen und die Wanderdünen jeweils in 1-2h Autofahrt erreichen. In der kleinen Stadt zwei Minuten entfernt gab es einen Supermarkt und einen Bäcker, in Aalborg den riesigen Bilka. Die Besitzerin war super freundlich und sprach mehrere Sprache, darunter Deutsch fließend. Der einzige Nachteil war: kein Wlan, aber auch das haben wir überlebt.

Für die Hütte haben wir 50€/ Nacht bezahlt, sie ist ausgelegt auf 4 Personen.

Der Zeltplatz kostete wieder etwa 10€/Nacht pro Person.

Lage: ⭐⭐⭐⭐

Preis/Leistung: ⭐⭐⭐⭐⭐

Sauberkeit: ⭐⭐⭐⭐


Hvidbjerg Strand Feriepark lBlåvand)

Der Strand war toll. Aber leider ist dieser Platz so überhaupt kein Geheimtipp mehr, Deutsche überall. Alles über der Grenze Berlin/Hannover war dort vertreten. Wir waren fast nur von Deutschen und ihren Wohnwagen umgeben, klar, die haben es nicht weit. Der Campingplatz ist riesig und darauf ausgelegt die Leute zu unterhalten. Es gibt ein Restaurant, eine Pizzeria, einen kleinen Supermarkt und sogar ein Hallenbad mit Wellnessbereich. Alles was das Herz begehrt. Man muss also gar nicht mehr weg. Der Platz hat mehrere Auszeichnungen erhalten. Dicht an dicht steht man hier mit seinem Nachbarn. Schlafen sollte man besser mit Ohropax. Der Platz war gut, aber mir persönlich zu überlaufen und zu teuer. Für 2 Nächte zahlten wir 75 Euro. Dafür hätten wir das Hallenbad und den Wellnessbereich mit nutzen können. Wollten wir aber gar nicht. Schade, dass es einfach mit abgerechnet wird. Wir hatten noch Glück, dass wir in „Periode D“ da waren. Der günstigsten Zeit.

Lage: ⭐⭐⭐⭐

Preis/Leistung: ⭐⭐

Sauberkeit: ⭐⭐⭐

2 Kommentare

  1. Cookie

    Das war wirklich nochmal eine tolle Erinnerung! 😁 Ich hab sogar noch was dazu gelernt, manche Fakten hattest du mir dort gar nicht erzählt oder vielleicht auch nicht gewusst?! 😀
    Aber auch die Bilderauswahl war super und ich würde echt gern sofort wieder dort sein und auf dem 2. Campingplatz auf dem Steg sitzen und warten bis die Sonne untergeht 😍

    1. Duckling

      Da mit den Maultieren wusste ich damals zum Beispiel noch nicht, das hab ich erst während des Schreibens ergooglet. Ich find das immer ganz spannend. Vorher dachten wir ja auch, dass es einfach nur Pferde sind, die da zu ner Ausstellung hingestellt wurden.
      Danke das freut mich.
      Oh ja das war toll, aber nur wenn ich ne warme Decke für die Nächte mit hab. Das hat sich ziemlich eingebrannt…. kaaalt. Aber war trotzdem schön 😀

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