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Jan 19

Die Zugspitze – Deutschlands höchster Berg

Eigentlich bin ich eher der Meertyp, setz mich ans Wasser uns ich bin glücklich. Aber da ich eh einmal zum Fußballspiel in Bayern war, fuhr ich im Anschluss an das Unentschieden meiner Jungs gegen Mainz nach Garmisch-Partenkirchen, um am nächsten Tag die Zugspitze zu erklimmen.

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Das Ticket für die Eroberung des Berges hatte ich bereits im Voraus gebucht und per Post eine Art Chipkarte zugeschickt bekommen. 52 Euro kostet der Spaß, der einen einmal hoch und wieder runter bringt. Viel Geld und wenn man Pech hat und das Wetter nicht mitspielt, dann ärgert man sich. Doch die Tickets kann man auch vor Ort kaufen.

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Am Abend zuvor hatte ich mich in Garmisch mit einer Studienfreundin getroffen und im Sausalitos ein paar leckere Cocktails geschlürft. Dementsprechend kurz war die Nacht, doch ich wollte unbedingt die erste Bahn zum Berg nehmen. 8:15 Uhr ging es los. (Fahrzeiten und Tickets hier) Die Zugspitzbahn fährt gleich hinter dem Hauptbahnhof ab. Man muss nur einen kleinen Tunnel und ein Drehkreuz durchqueren. Einige wenige Leute standen bereits an der Bahn. Mein Plan war, nur bis zum Eibsee zu fahren und von dort die Seilbahn zu nutzen. Die Abfahrtszeiten wurden passender gleich mit dem Ticket geliefert.

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Gesagt getan, langsam setzt sich die Bahn in Bewegung und tuckerte durch das Tal am Dörfchen Grainau vorbei zum Eibsee. Ich machte nur ein paar wenige Fotos vom See, denn ich wollte endlich auf den Berg. Als die kleine Seilbahn relativ voll war, ging es los. Uns wurde sogar extra ein Fenster geöffnet, um Fotos zu machen. Jetzt nur die Kamera nicht fallen lassen. Ich hatte mir nämlich extra für diesen Ausflug eine neue Kamera gekauft, da mir die alte zu groß und schwer war.

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Oben angekommen verteilten sich die Leute. Ein paar wollten den Berg anscheinend richtig besteigen und begaben sich zum klettern, mich zog es einfach hinaus auf die Plattform. Zum Glück spielte das Wetter mit. Besser hätte es kaum sein können. Ich war beeindruckt. Leider war der Weg zum Bergkreuz mir mit Sneakern zu unsicher, dafür sollte man unbedingt Wanderschuhe anziehen.

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Nur schwer konnte ich mich von der Aussicht lösen und weiter laufen. Vermutlich ist man nur an wenigen Orten so schnell zwischen Bayern und Tirol hin und her gehüpft wie auf der Zugspitze. Zählt das jetzt eigentlich als Österreichbesuch? Zahlreiche Tafeln erklären, welche Berge man in der Ferne erkennen kann, der Blick reicht bis nach Italien. Auf der anderen Seite sieht man das Tal. Es war unglaublich windig, aber durch die Sonne auch warm. Eine kuriose Mischung. Nehmt euch unbedingt die Zeit, einfach mal die Augen zu schließen und tief durchzuatmen. Hier oben wirken alle Sorgen ziemlich klein.

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Zwischendurch habe ich mir Zeit genommen, einfach zu genießen, einfach nur zu schauen und mich von der Sonne wärmen zu lassen, bevor die Menschenmassen kamen. Okay, und ein paar Selfies geschossen hab ich auch, wenn man schon mal da oben ist… Ab um 12 wurde es auf dem Berg immer voller, so dass ich um 14 Uhr beschloss mich auf den Rückweg zu machen.

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Mit einer anderen Seilbahn fuhr ich auf einen schneebedeckten „Zwischenhügel“ das sogenannte Zugspitzplatt. Dort befand sich ein Restaurant und der Zugang zur Zugspitzbahn. Es wurde Zeit Abschied zu nehmen von den Bergen. Alle anderen wollten hinauf, ich hatte genug gesehen und ließ mich als einziger Fahrgast hinunter fahren. Angeblich soll die Fahrt 1 1/2 Stunden dauern, ich fand die Zeit verging viel schneller. Aber das kann auch daran liegen, dass man relativ schnell den Berg durchquert hat und wieder Licht sieht.

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Mein Fazit: 52 Euro sind verdammt viel Geld für ein paar Stunden, wer möchte kann außerdem noch Geld in den Restaurants lassen. Zwei gibt es direkt auf der Zugspitze, sogar mit Terrasse und eins auf dem Zwischenhügel. Zudem gibt es einen Souvenirshop. Mittlerweile wurde der Ticketpreis, wie ich auf der Homepage gelesen habe, auf 44,50€ reduziert. Ich finde bei solch perfektem Wetter ist die Aussicht das Geld allemal wert. Nächstes Mal würde ich das Ticket aber wahrscheinlich erst vor Ort holen.

Das Hostel

In Garmisch habe ich im Hostel „2962“ übernachtet. Zum Glück hatte ich das 4-Bett Zimmer diese Nacht ganz für mich allein. Der Schlüssel wartete vor der Tür, da die Rezeption bereits geschlossen war. Der Mitarbeiter, bei dem ich am nächsten Tag bezahlt habe, war leider nicht sonderlich freundlich. Ich hoffe das war nur eine Ausnahme. Das Zimmer und das Bad auf dem Flur waren ok. Der wirkliche Pluspunkt war die Lage direkt in Bahnhofsnähe. Für eine Nacht reicht es definitiv.

Für alle interessierten habe ich auf der Zugspitzhomepage noch eine Info gefunden:

Eibsee-Seilbahn

Im Rahmen der Bauarbeiten zur neuen Seilbahn Zugspitze ist der letzte Betriebstag der Eibsee-Seilbahn voraussichtlich der 2. April 2017. Ab dem 3. April 2017 ist die Zugspitze bis zur Eröffnung der neuen Seilbahn im Dezember 2017 über die Zahnradbahn und die Gletscherbahn erreichbar.

Schmelle & Mats waren natürlich auch mit, diesmal war auch ihr englischer Kumpel Steve dabei.

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